Tauschring-Etikette

Die gegenseitigen Hilfen im Tauschring sind - im Sinne der Nachbarschaftshilfe - nicht-kommerziell. Deswegen ist vor allem das menschliche Miteinander der Teilnehmenden wichtig. Oberste Priorität hat somit, sich anderen Mitgliedern gegenüber so freundlich zu verhalten, wie man selbst behandelt werden möchte und nicht mehr zu erwarten, als man selber zu geben bereit ist.

 

Das Funktionieren des Tauschringes ist zum größten Teil abhängig von der Vielzahl der Tauschaktivitäten. Um Lebendigkeit in das Geben und Nehmen zu bringen, wird eine Teilnahme an den Treffen (Tausch-Cafés, Mitgliederversammlung) wärmstens empfohlen. Diese erleichtern erheblich das Kennenlernen, die Herstellung gegenseitigen Vertrauens und vielleicht sogar das Entstehen einer freundschaftlichen Beziehung. Gerade die persönliche Bekanntschaft und das Vertrauen sind notwendig, um Hilfe annehmen zu können oder ein anderes Mitglied in die Wohnung zu lassen.

 

Deine Mitwirkung im Tauschring kostet Zeit. Wenn dir geholfen wird, sparst du Zeit und kannst diese einsetzen, um anderen zu helfen. Wer keine Zeit für "Geben und Nehmen" und ein Miteinander mit dem Tauschpartner hat, wird im Tauschnetz nur bedingt erfolgreich sein.

 

Empfehlungen

 

>       Zentrale Idee des Tauschens ist es, dass jede Stunde Lebenszeit, die zum Wohle des Anderen eingesetzt wird, gleich viel wert ist. Egal, was du machst: Eine Stunde bleibt eine Stunde.

 

>         Der Erstkontakt zu einem anderen Tauschring-Mitglied kann per E-Mail, Telefon oder bei einem Monatstreffen erfolgen (nicht gleich an der Tür klingeln).

 

>       Jedes Mitglied ist bestrebt, sein Bestes zu geben. Viele erledigen ihre Arbeit hervorragend, aber wir können nicht voraussetzten, dass das Ergebnis immer professionell sein wird. Sprecht daher vorher ab, was ihr leisten könnt bzw. erwartet. Auch wenn einmal etwas „daneben“ geht, ist es selbstverständlich, dass angefallene Arbeitszeit dennoch vergütet wird.

 

>        Einigt euch vor Beginn der Aktion über den etwa zu erwartenden Zeitaufwand.

 

>       Selbstverständlich sollte auch sein, dass Euro-Kosten, die sich ergeben können (Backzutaten, Ersatzteile, Reparaturmateriel, Fahrtkosten …) erstattet werden. Sprecht vorher untereinander ab, ob der Ausgleich in Euro (gegen Quittung) oder in Zeit erfolgt.

 

>       Nein-Sagen können: Wer bei einer konkreten Anfrage nach Unterstützung nicht helfen kann oder will, der sollte dies dem Hilfesuchenden mitteilen und ihn nicht „in der Luft hängen“ lassen.

 

>       Tauschring-Arbeit findet nur im Rahmen des eigenen Privatlebens statt. Wenn etwas kaputt geht, dann könnt ihr vielleicht die Kosten für den entstandenen Schaden teilen. Sprecht vorher darüber, wie ihr vorgehen wollt – im Fall der Fälle.

 

>       Lebende Tiere sind keine Handels- bzw. Tauschware. Sie können ausschließlich in liebevolle Hände abgegeben werden. Lebende Tiere werden ohne Talente und Euros ausschließlich zum Nutzen der Tiere an kompetente Personen vermittelt.

 

Verstöße

Verstöße gegen die Etikette, welche den Spaß am Tauschen trüben (z.B. unseriöses Auftreten, Trunkenheit, ständige Unpünktlichkeit, usw.) solltest du ansprechen. Wenn es zu keiner Klärung unter den Tauschpartnern kommt, kannst du auch mit dem Vorstand darüber sprechen.
Wer wiederholt oder grob gegen die Etikette verstößt, kann vom Tauschring ausgeschlossen werden.

 

 

Der Tauschring Bonn dankt dem Tauschnetz Elbtal für die Erlaubnis, die Etikette teilweise zu übernehmen.

 

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